Girls‘Day: Mit Robotern das Programmieren lernen

Der Karlsruher Digitalisierungsexperte IT-Additional-Services GmbH (ITAS) durfte am 28. März 2019 insgesamt 16 Mädchen und junge Frauen willkommen heißen, die im Rahmen des Girls’Day in die IT-Branche hineinschnuppern wollten. Die bundesweite Aktion soll Mädchen und junge Frauen an Berufe heranführen, in denen bisher mehrheitlich Männer tätig sind.

Spielerisch die Lust am Programmieren wecken – dieses Ziel hatte sich die ITAS für den Girls’Day 2019 gesetzt und sich eigens dafür eine Coding Challenge einfallen lassen, bei der vier Lernroboter mit Luftballon und Nadel ausgestattet wurden. Unterteilt in vier Gruppen mussten die Teilnehmerinnen die Roboter dann so programmieren, dass sie sich mittels Spurhaltesensor und Abstandsmesser autonom durch eine abgesteckte Arena bewegen, einander ausweichen und die Ballons der Gegner zum Platzen bringen.

Programmiert wurde mit der erziehungsorientierten visuellen Programmiersprache Scratch.

Bei der Coding Challenge kam die für Einsteiger geeignete Entwicklungsumgebung Scratch zum Einsatz, die das Programmieren nach dem Baukastenprinzip ermöglicht. Damit der IT-Nachwuchs die Coding Challenge auch meistern konnte, standen erfahrene Mentorinnen bereit. „So wirklich gebraucht wurden wir Mentorinnen allerdings nicht“, resümiert Tina Fischer, SAP-Spezialistin bei der ITAS, die Programmierkenntnisse der Teilnehmerinnen. „Als Digital Natives wussten die Mädchen ganz genau, wie sie die Aufgabe anzugehen hatten.“

Auf Platz 1 der Coding Challenge schaffte es am Ende das Team Java und darf sich auf einen Tag im Europa-Park Rust freuen. Den zweiten Platz sicherte sich das Team ABAP dicht gefolgt von Ruby und Python.

Die Coding Challenge gewonnen hat das Team Java.

Einblicke in die Arbeit einer Entwicklerin und Beraterin

Doch nicht nur die Praxis stand beim Girls’Day auf dem Programm: die Teilnehmerinnen zwischen 10 und 17 Jahren hatten auch die Möglichkeit, sich über die ITAS und die Arbeit bei einem modernen IT-Unternehmen zu informieren.

Mitarbeiterinnen der ITAS erzählten darüber hinaus von ihrem Werdegang und berichteten über ihre Tätigkeit als SAP-Entwicklerin beziehungsweise SAP-Beraterin. Außerdem gaben sie in einer abschließenden Fragerunde wichtige Karrieretipps.

Was ist der Girls‘Day?

Der Girls’Day ist eine Aktion der Bundesregierung und weiteren Partnern mit dem Ziel, Mädchen und jungen Frauen für Berufe und Studiengänge zu begeistern, die sie normalerweise eher selten wählen. Er ist das größte Berufsorientierungsprojekt für Schülerinnen weltweit mit insgesamt etwa 1,9 Millionen Teilnehmerinnen seit 2001. In diesem Jahr folgten mehr als 10.000 Unternehmen und Organisationen dem Aufruf der Organisatoren.

„Wir freuen uns, wenn wir durch den Girls‘Day unseren Teil dazu beitragen können, dass sich zukünftig mehr Mädchen für eine Karriere in der IT-Branche entscheiden“, so Dr. Tim Habermann, Geschäftsführer der ITAS. „Und vielleicht treffen wir eine der Teilnehmerinnen in ein paar Jahren bei einem Bewerbungsgespräch wieder. Dann aber als Entwicklerin.“

Diesen Beitrag teilen